Deutscher Gewerkschaftsbund

07.08.2023
Kreisverband Deggendorf

Moos: Faire Löhne gehen uns alle an!

DGB Deggendorf fordert Faire-Löhne-Gesetz

„Jedes Jahr vergeben Freistaat, Gemeinden und Kommunen Aufträge von mehreren Milliarden Euro. Mit so viel Geld hat der Staat Gewicht und das muss er endlich nutzen, um für gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne in Bayern zu sorgen“, so die stellvertretende DGB-Vorsitzende Susanne Ritzinger. „Wir wollen, dass öffentliche Aufträge künftig nur noch an Unternehmen vergeben werden, die ihre Beschäftigten fair und nach Tarif bezahlen. Vergaben an die billigsten Anbieter schaden den Unternehmen, die faire Löhne zahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten! Gute Unternehmen können und wollen nicht mithalten im Lohndumping-Wettbewerb um öffentliche Aufträge. Außerdem gibt es eine EU-Richtlinie, die besagt, dass die Mitgliedstaaten auf eine Tarifbindung von 80% hinwirken sollen, also sollte sich auch der Freistaat drum kümmern, es sind schließlich unsere Steuergelder, die hier ausgegeben werden,“ ergänzte DGB-Regionssekretärin Bettina Blöhm.

Die Kreisverbandsmitglieder forderten zudem verstärkte Anstrengungen, um die Tarifbindung zu steigern. „Wir sehen seit Jahren, dass die Tarifbindung allgemein sinkt. Unsere Kolleginnen und Kollegen in Betrieben ohne Tarifvertrag verdienen im Durchschnitt deutlich weniger. Tarifverträge regeln aber viel mehr als nur Lohn und Gehalt. Sie bieten den Beschäftigten etwa bei Arbeitszeit und Urlaub deutlich bessere als die gesetzlichen Regelungen und bewirken beispielweise bei der Altersversorgung oder der Zahlung von Zulagen und Zuschlägen wirksame Verbesserungen“, so Susanne Ritzinger abschließend.

Wer die Petition des DGB Bayern unterstützen möchte, kann dies hier tun:

https://www.openpetition.de/petition/online/wir-retten-die-loehne-gemeinsam-fuer-ein-faire-loehne-gesetz-in-bayern

DGB Niederbayern

Foto v. l.: Christian Zak, Christian Zacher, Bettina Blöhm, Susanne Ritzinger, Kurt Bayer, Sebastian Gruber, Walter Schmelz, Peter Boot DGB Niederbayern


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29.10.2020

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